8. Regensburg entspannt für Jung und Alt – tolerant, sozial, inklusiv und solidarisch
Die Ungleichheit zwischen den Bevölkerungsgruppen in Regensburg ist groß – das finden wir falsch und ungerecht. Außerdem gelingt ökologische Politik nur in einer sozialen Stadt, deren Regeln von allen gerecht empfunden werden.
Die ÖDP ist tolerant und weltoffen. Dazu gehören Solidarität mit Geflüchteten, ein gutes Miteinander der Generationen und ein besonderer Schutz für jene, die sich selbst kaum Gehör verschaffen können.
- Bessere Förderungen und Hilfen für Menschen mit geringem Einkommen
Wir wollen im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten alles tun, um Ungleichheit zu verringern. Um gutes Wohnen für alle zu ermöglichen, setzen wir auf Sozialwohnungsquoten und bezahlbare Mieten durch Mietendeckel. Alle städtischen Leistungen wollen wir konsequent auf Sozialverträglichkeit prüfen und Kosten an Einkommen koppeln. Wir wollen nicht nur reduzierte oder kostenlose Kulturangebote für Geringverdiener, sondern auch gestaffelte Gebühren z. B. für Energiepreise der REWAG oder für Eintritte zu Sportveranstaltungen.
- Bessere Integration von Geflüchteten
Geflüchtete brauchen Wohnformen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechen. Bei komplexem Unterstützungsbedarf sind zentrale Einrichtungen mit guter sozialpädagogischer Betreuung sinnvoll. Menschen mit geringerem Betreuungsbedarf sollen dezentral im gesamten Stadtgebiet wohnen können. Das fördert die Integration, erleichtert Kontakte zur Nachbarschaft und entlastet den Stadtosten. Ehrenamtliche Initiativen leisten hier Enormes und brauchen mehr finanzielle Unterstützung sowie echte Wertschätzung.
- Bessere Chancen für Kinder und Jugendliche
Kinder sind in Regensburg überdurchschnittlich von Armut bedroht. Wir wollen eine Politik, die sich nicht an Konsum misst, sondern an Zukunftsfähigkeit. Kinder, als Träger unserer Gesellschaft von morgen, muss die Stadt mit einer enkeltauglichen Politik wertschätzen. Dazu gehören ausreichend Kitas und Kindergärten, verlässliche Betreuung mit kindgerechten Betreuungsschlüsseln sowie eine mobile Personalreserve bei Krankheitsfällen. Jugendsozialarbeit an Schulen ist für uns unverzichtbar.
- Besseres Miteinander aller Geschlechter
Geschlecht und sexuelle Orientierung dürfen in der Gesellschaft nicht bewertet werden. Dazu zählen geschlechtsneutrale WCs und Wickelräume für Eltern genauso, wie die Förderung von Teilzeitarbeit beider Elternteile, um die Familien durch ausreichend Familienzeit zu stärken. Ebenso gehört der Schutz des (konsum-)freien Sonntags dazu.
- Besseres Miteinander der Generationen
Unsere Stadt braucht die Erfahrung und das Wissen älterer Menschen. Seniorenwerkstätten und Begegnungsangebote wollen wir ausbauen und stärker mit Häusern des Engagements vernetzen. Wir brauchen mehr bezahlbaren Mehrgenerationenwohnungsbau und ein attraktives Wohnungstauschprogramm, damit der Wohnraum zur jeweiligen Lebensphase passt. Die Vernetzung von Familien (wie in der Familienwerkstatt Kumpfmühl) und Seniorenheimen (wie dem „Sauren Gockl“) soll in allen Stadtteilen unterstützt werden.
- Bessere Inklusion bei Behinderungen oder Einschränkungen
Öffentliche Hilfen müssen Selbstständigkeit ermöglichen, nicht verhindern. Deshalb wollen wir das Projekt „Regensburg inklusiv“ konsequent weiterentwickeln und stärken.
Was schon gut läuft:
Der von der ÖDP mitinitiierte Stadtpass mit Sozialticket hat sich bewährt und ermöglicht vielen Menschen echte Teilhabe. Auch die Hilfsangebote für wohnungslose Menschen wurden Schritt für Schritt ausgebaut – ein wichtiger sozialpolitischer Fortschritt.
Was wir noch besser machen werden:
Gerade junge Menschen stehen heute unter hohem Druck, ihren Platz im Leben zu finden. Wir wollen sie ernsthaft beteiligen und unterstützen: durch einen gestärkten Jugendbeirat, mehr Jugendpartizipation in den Stadtteilen (JUPS), Kinder- und Jugendberatung sowie eine konsequente Spielleitplanung.