Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

7. Bewegung für Regensburg – mit Rad-, Fuß-, Bahn- und Busverkehr

Eine echte Verkehrswende ist Voraussetzung für Klimaschutz, Gesundheit und Lebensqualität. Wir wollen eine menschengerechte Stadt – für ausdrücklich alle Menschen. Dafür verfolgen wir eine klare Linie: 

  •  Eine menschengerechte Stadt für alle
    Motorisierter Individualverkehr (MIV) soll vermieden oder auf umweltfreundliche und flächensparende Verkehrsmittel verlagert werden. Mehr Umweltverbund bedeutet auch weniger Stress und mehr Miteinander im Verkehr! Dazu wird eine Umnutzung von Straßen zu Gunsten von modernen, emissionsarmen Transportmitteln (ÖPNV, Rad, Elektro-Kleinfahrzeuge) erfolgen. Über 80.000 Ein- und knapp 20.000 Auspendler benötigen eine ökologische, verlässliche und schnelle Verbindung zu ihrem Arbeitsplatz. Ein wichtiger Faktor ist die Umsetzung Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet – wo immer rechtlich möglich. Das macht (Schul-)Wege sicherer, die Stadt leiser und entspannt die Verkehrssituation. Und erwiesenermaßen kommen mit Regelgeschwindigkeit 30 innerorts alle am schnellsten ans Ziel!
     
  • Mehr Lebensqualität in einer verkehrsberuhigten Altstadt
    Die Altstadtverkehrsberuhigung muss konsequent umgesetzt werden. Parkhäuser werden zu Quartiersgaragen. Vordringlich die Altstadt muss vom Individualverkehr, auch von parkenden Autos, befreit werden – für mehr Grün und Lebensqualität in unserer schönen Welterbe-Altstadt. Ein attraktives P&R-System, angedockt an Bahnhaltepunkte am Stadtrand mit Anbindung an die Geschäfte der Innenstadt und die stadtweite deutliche Erhöhung der Parkgebühr pro Stunde fördern dies. Jeder eingenommene Euro soll im Gegenzug zusätzlich in die Infrastruktur des Umweltverbunds gesteckt werden. Mindestens zwei autofreie Sonntage pro Jahr werden eingeführt. 
     
  •  Mehr Geld für nachhaltige Verkehrsprojekte
    Die Sallerner Regenbrücke zerstört Natur und Frischluftschneisen. Wir lehnen sie ab und sparen so über 100 Millionen Euro, die für Radverkehr, ÖPNV und die Sanierung bestehender Infrastruktur dringend gebraucht werden.  Auch die Finanzen für eine weitere Tunnelröhre am Pfaffensteiner Tunnel und den A3-Ausbau nach Nittendorf werden wir einsparen – damit Geld für nachhaltige Verkehrsprojekte frei wird.
     
  •  Mehr Bus und Bahn
    Der Anteil von 50 % MIV bleibt seit Jahren unverändert hoch. Aufgrund des Zuzugs hat damit der PKW-Verkehr in den letzten Jahren nochmals erheblich zugenommen. Im Leitbild Energie und Klima hat sich die Stadt im Jahr 2017 zum Ziel gesetzt, den MIV-Anteil bis 2030 um 10 % zu reduzieren. Diesem städtischen (!) Ziel sehen wir uns verpflichtet. Hierfür müssen die Verkehrsinvestitionen prioritär in den Umweltverbund getätigt werden. Kostenlose Kurzstreckentickets sollen den Autofahrern und Autofahrerinnen das Umsteigen auf Bus und Bahn erleichtern. Busspuren statt Autospuren, Vorrang an Ampeln, Ausbau von Bahnhaltepunkten und ein neuer Anlauf für die Stadtbahn – wir wollen die enorm hohen Fördergelder noch für Regensburg nutzen.
     
  • Mehr Radverkehr
    Mit dem Fahrrad ist man schnell, emissionsfrei, leise, günstig, gesund und effizient unterwegs. Damit es für alle alltagstauglich wird, muss Radfahren sicher sein. Wir sind dem erfolgreichen Regensburger Radentscheid verpflichtet und wollen den Radverkehrsanteil in den kommenden sechs Jahren deutlich erhöhen. Das Hauptradroutennetz muss zügig umgesetzt werden. Radwege sollen breiter, komfortabler und durchgängig sein, Kreuzungen sicher gestaltet und Radwege beim Winterdienst priorisiert werden. Zusätzliche Abstellmöglichkeiten – auch auf heutigen Kfz-Stellplätzen – sowie eine bessere Verknüpfung von Rad und ÖPNV gehören ebenso dazu wie die kostenlose Fahrradmitnahme in den Zügen des Regensburger Sterns (Agilis-Linien).
     
  • Mehr Schutz für Fußgänger
    Personen, die zu Fuß gehen sind ein zentraler Teil des Umweltverbunds und sollen sich sicher fühlen können. Besonders Kinder und ältere Menschen brauchen Schutz und Übersichtlichkeit im Straßenraum, weil sie manchmal unbedachter, unsicherer oder langsamer unterwegs sind. Verkehrsberuhigung, eine komfortable Radumfahrung der Altstadt, sichere Querungen und autofreie Bereiche führen zu einem guten Miteinander. Kinder sollen ihren Schulweg wieder selbstständig zu Fuß bewältigen können. Dafür wollen wir sichere Schulwege ausbauen und den Hol- und Bringverkehr durch gezielte Elternkampagnen und bessere Infrastruktur deutlich reduzieren. Autofreie Schulzonen würden die Verkehrssituation vor den Schulen entspannen.

Was schon gut läuft:
Die Altstadt wird endlich verkehrsberuhigt. Das ist ein echter Meilenstein der Stadtentwicklung und seit Jahren eine zentrale Forderung der ÖDP. Dass sie nun zusehends umgesetzt wird, zeigt: Beharrliche ökologische Politik wirkt. 

Was wir noch besser machen werden:
Der sogenannten Mobilitätsdrehscheibe am Unteren Wöhrd haben wir als Teil eines Gesamtpakets zugestimmt. In ihrer jetzigen Form überzeugt sie uns jedoch nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass sie entweder entfallen kann oder dauerhaft als echte Quartiersgarage für die Altstadt genutzt wird – mit klarer Entlastung der Innenstadt und ohne zusätzlichen Autoverkehr. 


Kontaktformular

* = Pflichtangabe