4. Mehr Grün statt Grau – wir lassen die Bürgerinnen und Bürger bestimmen
Das Volksbegehren „Rettet die Bienen – Stoppt das Artensterben“ ist uns Verpflichtung und Auftrag. Die gesetzlichen Vorgaben müssen auf allen städtischen Flächen zügig umgesetzt werden.
- Platz für Artenvielfalt
Wiesen, die nicht durch Freizeitsport genutzt werden, werden naturnah gepflegt und dürfen blühen, Infotafeln sollen die Bevölkerung darauf aufmerksam machen. Alleengürtel, Bäume und Biotope müssen für uns, die Pflanzen und Tiere erhalten werden. Biotope entlang von Wasserläufen, Bahnflächen und Grünanlagen sollen vernetzt, Lichtverschmutzung eingedämmt und insektenfreundliche Beleuchtungen eingeführt werden, die städtischen Güter müssen biologisch bewirtschaftet werden. Das Vogelparadies „Schlämmteiche“ und die Biotop- und Klimafläche an der Lilienthalstraße bleiben dauerhaft geschützt.
- Platz für Grün
Wir entsiegeln Flächen, statt immer neue zu versiegeln. Grünanlagen und Landschaftsschutzgebiete verdienen höchsten Schutz, jeder Eingriff wird abgewogen und intensiv geprüft. Im Zweifel hat die Natur Vorrang Gartenbesitzerinnen und -besitzer berät die Stadt kostenlos zur Gestaltung naturnaher Gärten. Im Osten der Stadt setzen wir uns für einen menschen- und tierfreundlichen, ökologischen Großpark ein.
- Platz für Wasser
Wir brauchen Wasser in der Stadt, um der Hitzeentwicklung zu trotzen. Dafür sollen Wasserläufe wie der Vitusbach renaturiert und das Flussraumkonzept (der Donau-Naab-Regen-Allianz) umgesetzt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger sollen ausreichend Trinkwasserbrunnen zur Verfügung stehen.
- Platz für Bäume
Wir brauchen deutlich mehr Bäume. Auf städtischen Flächen setzen wir auf klimaresistente, auch alte und bedrohte Sorten. Obstbäume und -sträucher fördern wir gezielt. Baumfällungen für private Tiefgaragen und ähnliche Maßnahmen müssen Tabu sein, hier bedarf es anderen Lösungsideen. Die Möglichkeit einer „Baumspende“ (zum Beispiel als Geschenk), soll von Seiten der Stadt offensiv beworben werden.
- Platz für Klimaresilienz
Wir sichern Frischluftschneisen und erhalten Klimaausgleichsräume – auch deshalb lehnen wir die Sallerner Regenbrücke ab.
- Platz für Tiere
Tierschutz ist kommunale Aufgabe: hohe Standards für Wild-, Nutz- und Haustiere, betreute Taubenschläge, Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, ein funktionierendes Hundekonzept mit ausreichend Abfalleimern und umweltfreundlichen Mülltüten.
Was schon gut läuft:
Straßenbegleitgrün wird nur noch zweimal jährlich gemäht, das spart Kosten und schafft Lebensraum für viele Klein- und Kleinsttiere. Projekte zur Klimaresilienz wie im Obermünsterviertel werden von der Stadt begleitet. Unser Antrag zu einer nachhaltigen Parkplatzgestaltung, die weniger Flächen versiegelt und mehr Grün zulässt, wurde einstimmig beschlossen.
Was wir noch besser machen werden:
Wir verdoppeln die Zahl neuer, von der Stadt gepflanzter Bäume auf 1.000 pro Jahr. Bewohnerinnen und Bewohner eines Quartiers können Baumstandorte vorschlagen. Jeder Baum ist eine Investition in die Zukunft.