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3. Wohnen und leben in Regensburg – den Stadtraum solidarisch gestalten

Das starke Bevölkerungswachstum Regensburgs, vor allem durch ständigen Zuzug aufgrund neuer Arbeitsplätze, verschärft den Wohnungsmangel spürbar. Bezahlbarer Wohnraum entsteht aber nicht durch ein simples „Bauen, bauen, bauen“. Wir wollen die Wohnungsnot an der Wurzel packen – mit einer vorausschauenden, sozialen und flächensparenden Stadtraumentwicklung.

  • Innehalten, damit sich der Wohnungsmarkt entspannt 
    Wir wollen keine neuen Gewerbegebiete, solange sich die Zahl der Wohnungssuchenden nicht deutlich reduziert und die Mieten bei Neuvermietungen weiter steigen. Wachstum braucht Grenzen, sonst verschärft es die Probleme.
     
  • Sozialgerechte Bodennutzung für Wohn- und Gewerbeareale
    Städtische Flächen vergeben wir bevorzugt an Baugenossenschaften. Grundstücke der Stadt sollen grundsätzlich in Erbpacht, nach Möglichkeit an die Stadtbau oder Genossenschaften, gehen. Baugenehmigungen befristen wir auf zwei Jahre, um Bodenspekulation zu verhindern. Länger als ein Jahr leerstehende Wohn- oder Gewerbeimmobilien müssen gemeldet werden; bei Zweckentfremdung prüfen wir Abgaben oder Sanktionen – vergleichbar mit der Zweitwohnsitzsteuer bei Nicht-Vermietung.
     
  • Flächensparend, nachhaltig und kreativ bauen
    Mehrgeschossiges Bauen schützt Grünflächen. Wenn niedrige Gebäude aufgestockt oder überbaut werden, entsteht keine oder kaum neue Flächenversiegelung. Wir setzen auf Holzbau, Dach- und Fassadenbegrünung, verbindliche Solarnutzung und ökologische Dämmung. Sanierung kommt vor Neubau – jeder Abriss vernichtet graue Energie. Einheitswürfel aus Beton sind keine Zukunftsvision. Neue und bestehende Wohnformen wollen wir über eine städtische Mitbauzentrale nach Münchner Vorbild fördern. 
     
  • Der Mensch braucht Grün
    Freiräume erhalten, neue Park- und Naherholungsflächen schaffen – als Begegnungsorte für alle. Nachverdichtung nur behutsam und ohne Verlust notwendiger Grünflächen.
     
  • Entspannt mobil im Quartier
    Wir fördern autofreies Wohnen, gute ÖPNV-Anbindung und quartiersbezogene Mobilitätskonzepte. Dafür passen wir die Stellplatzsatzung an.


Was schon gut läuft – und das begrüßen wir ausdrücklich: Die Stadt erkennt zunehmend, dass die in Gebäuden gebundene Energie nicht leichtfertig durch Abriss vernichtet werden darf. Die geplante Ertüchtigung des alten REWAG-Gebäudes ist ein wichtiges Signal für nachhaltiges Bauen.

Was wir noch besser machen werden: Wir reduzieren den ruhenden Verkehr und widmen bestehende Parkhäuser in der Innenstadt zu Quartiersgaragen um. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen sensibilisiert werden, dass Garagen und private Stellplätze für den eigenen PKW genutzt werden müssen. Öffentlicher Raum soll wieder der Stadtgesellschaft gehören – nicht parkenden Autos.

 


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