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2. Wärme und Strom – bezahlbar durch Nachhaltigkeit

Erneuerbare Energien sind kein Zukunftsversprechen mehr, sie sind Realität. Solaranlagen sind heute so günstig wie nie: Balkonkraftwerke kosten wenige hundert Euro und sparen Jahr für Jahr bares Geld. Die Energiewende funktioniert – und ohne Wind und Sonne wäre Strom heute deutlich teurer. Denn die hohen Preise entstehen woanders: Durch hohe Netzentgelte und Steuern sowie den politischen Willen, fossile Geschäftsmodelle mitsamt deren Renditen weiterlaufen zu lassen. Unsere Aufgabe als Kommune ist klar: Die Energiewende beschleunigen, sozial gerecht gestalten und konsequent umsetzen.

 

  • Teilhabe für alle
    Alle Bürgerinnen und Bürger müssen profitieren. Förderprogramme für Energiesparen und erneuerbare Energien richten wir sozial gerecht aus – abhängig vom Einkommen. Klimaschutz darf kein
    Luxusprojekt sein.
     
  • Politik für ein klimaneutrales Regensburg
    Klimaschutz wird Chefsache in der Stadtverwaltung. Regensburg soll Schritt für Schritt vollständig klimaneutral werden – durch Energiesparen, höhere Effizienz und den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien. Energieeffizienz beginnt bei der Stadt selbst: gut gedämmte Gebäude, moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen und ein sparsamer Umgang mit Energie müssen in der Verwaltung selbstverständlich sein. Gleichzeitig wollen wir den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv beschleunigen. Photovoltaik ist heute die günstigste Form der Stromerzeugung – deshalb darf in Regensburg keine geeignete Dachfläche ungenutzt bleiben. Kein Bebauungsplan ohne verbindliche PV-Vorgaben, keine neuen Gewerbe- oder Logistikhallen ohne Solarnutzung. Öffentliche Gebäude und Parkplätze sollen konsequent mit Photovoltaik überdacht werden. Ergänzend setzen wir auf Bürgerenergie: Mit Energiegenossenschaften und Beteiligungsmodellen über die REWAG können Bürgerinnen und Bürger direkt von der Energiewende profitieren. So bleibt die Wertschöpfung in der Region – und Klimaschutz wird zu einem gemeinsamen Projekt der Stadtgesellschaft. 
     
  • Bildungsangebote zu Klimawandel und Energie stärken
    Klimaschutz funktioniert nur, wenn Menschen informiert sind und konkrete Handlungsmöglichkeiten haben. Deshalb wollen wir die städtische Energieagentur weiter stärken und als zentrale, leicht zugängliche Anlaufstelle für Klimabildung und Energieberatung ausbauen. Sie soll verständlich und praxisnah über Energiesparen, erneuerbare Energien und Fördermöglichkeiten informieren – für Mieterinnen und Mieter ebenso wie für Eigentümer, Betriebe, Vereine und Initiativen.
    Klimabildung soll früh ansetzen und im Alltag wirken. Bildungsangebote zu Klimawandel und Energie wollen wir stärker in Kitas, Schulen, Volkshochschule und Stadtteilen verankern, etwa durch Schulprojekte, Fortbildungen für pädagogisches Personal und quartiersbezogene Beratungsangebote. Hier setzen wir dabei auf Energieberatung zu Hause und soziale Flankierung, damit Klimaschutz für alle bezahlbar und umsetzbar bleibt.
     
  •  Energetisch optimiertes Bauen – konkret statt allgemein
    Wir brauchen beim Bauen und Sanieren auf verbindliche, überprüfbare Standards. Neubauten sollen konsequent ambitionierte Effizienzhaus-Standards erfüllen, um Energieverbrauch und Nebenkosten dauerhaft zu senken. Für Bestandsgebäude wollen wir Sanierungsfahrpläne stärken, die Eigentümerinnen und Eigentümer planbar und schrittweise zu besserem Klimaschutz führen.
    Klimafreundliche und regionale Baustoffe wie Holz oder Recyclingmaterialien sollen gezielt gefördert werden. Entscheidend ist zudem ein verbindlicher Blick auf die Lebenszykluskosten von Gebäuden: Nicht die niedrigsten Baukosten, sondern geringe Energie- und Folgekosten über Jahrzehnte müssen Maßstab für städtische Baupolitik sein.

Was schon gut läuft – ein echtes Vorzeigeprojekt:
Die Baugenossenschaft Margaretenau saniert mit Unterstützung der Stadt ein komplettes Quartier energetisch vorbildlich. Auch die Planungen zur Energieversorgung des neuen Quartiers auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne setzen Maßstäbe. Die kommunale Wärmeplanung ist angelaufen und soll Mitte 2026 abgeschlossen sein – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!
Was wir noch besser machen werden:
Wir prüfen Stadtratsbeschlüsse konsequent auf Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Klimaresilienz bekommt Priorität: mehr Grünflächen, mehr Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung, Regenrückhaltebecken. Die ÖDP hat dafür bereits 2023 den Antrag „Regensburg gegen den Hitzekollaps“ eingebracht – wir bleiben dran.


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