1. Zukunft mit Maß und Haltung – für ein Regensburg, das nicht auf Kosten von morgen lebt
Seit Jahrzehnten gilt Wachstum als politisches Ziel. Doch Regensburg spürt die Kehrseite: mehr Verkehr, weniger Grün, steigender Druck auf immer teurer werdenden Wohnraum und Infrastruktur. Schon heute stoßen wir an Grenzen. Ein lebens- und liebenswertes Regensburg zu bewahren heißt deshalb, Maß zu halten und bewusst zu entscheiden, was wachsen soll – und was nicht. In der kommenden Amtsperiode wollen wir Regensburg entwickeln, mit Bedacht, mit Weitblick und Hand-in-Hand mit den Bürgern.
- Wirtschaftliche Entwicklung mit Maß
Wir fragen nicht nur wie viel, sondern was wächst. Nachhaltige, zukunftsfähige Betriebe sollen Raum bekommen. Entscheidungen müssen sich daran messen lassen, welche Folgen sie für Klima, Artenvielfalt, Wasserhaushalt und Lebensqualität haben.
Wir setzen auf eine Phase des Innehaltens statt immer neuer Gewerbegebiete und Straßen. Gleichzeitig stärken wir die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden, damit dort attraktive, eigenständige Zentren entstehen. Wir setzen dabei auf Kooperation statt Konkurrenz unter den Gemeinden– zum Vorteil aller.
- Mobilität mit Maß
Der Umweltverbund hat Vorrang: Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV), Rad- und Fußverkehr müssen Grundlage jeder Verkehrsplanung sein.
Wir sparen uns über 100 Millionen Euro für die Zuwegung zur Sallerner Regenbrücke und investieren stattdessen gezielt in eine bessere Mobilität für alle.
- Stadtbahn im Blick – Bus, Bahn, Rad und Fuß jetzt stärken
Wir sind weiterhin von den Vorteilen einer Stadtbahn überzeugt, insbesondere durch eine eigene Trasse. Kurz- und mittelfristig setzen wir das freiwerdende Geld dafür ein, den ÖPNV sofort zu verbessern: mehr Busspuren, konsequente Vorrangschaltungen an Ampeln, leistungsfähige Hauptradrouten und Ampelschaltungen, die realistische Radfahrgeschwindigkeiten berücksichtigen.
- CO2 regional binden
CO2 Pipelines zur unterirdischen Speicherung (CCS) lehnen wir ab. Wir setzen darauf, dass CO2 natürlich und regional wieder gebunden wird – durch Schutz und Reaktivierung von Wäldern, Grünland, Büschen und Hecken. Eine zentrale Verpressung und Speicherung ist unwirtschaftlich, der Transport mittels Pipeline birgt uneinschätzbare Gefahren.
Was schon gut läuft – und das feiern wir:
Die „protected bike lane“ in der Fritz-Fend-Straße zeigt, wie es geht: Eine Autospur wurde umgewandelt, ohne neue Flächen zu versiegeln. Mehr Sicherheit, mehr Platz für Radfahrende, ein klarer Gewinn für den Umweltverbund. Genau solche Lösungen wollen wir häufiger sehen!
Was wir noch besser machen werden:
Wir nutzen bestehende Flächen klüger, statt neue zu versiegeln: effizientere Parkraumnutzung, mehrstöckige Gewerbebauten, intelligente Nachverdichtung an geeigneten Stellen. Gleichzeitig bauen wir Frei- und Erholungsräume konsequent aus – etwa im Pürkelgutpark, den Römerpark, den Odessapark sowie entlang von Donau, Regen und Aubach.
Verkehrsflächen werden neu geordnet und gerechter verteilt, damit alle besser vorankommen – schnell, kostengünstig und ohne zusätzliche Versiegelung.