Pressemitteilung
Windkraftdiskussion in Hetschbach: Ein Plädoyer für das Energiedorf
Stefan Schellenberg (ÖDP) zeigt kritische Sicht auf die aktuelle Energiepolitik
Foto: ÖDP / Martin Truckenbrodt
Am 23.8.2025 hielt Stefan Schellenberg aus Kleinschmalkalden, Inhaber eines Meisterbetriebes für Energie- und Haustechnik in Vacha (Wartburgkreis) und sachkundiger Bürger im Kreistag Schmalkalden-Meiningen und im Gemeinderat Floh-Seligenthal, einen weitgefassten Vortrag zum Themenkomplex Klimawandel und Energiewende. Er bezog sich dabei ausschließlich auf offizielle wissenschaftliche Daten und Statistiken. Seit vielen Jahren arbeiten die ÖDP südlich des Rennsteigs und der Kreisverband Coburg-Kronach eng zusammen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass die seit Juli 2025 im Stadtgebiet von Bad Rodach wohnhafte ehemalige Hildburghäuser ÖDP-Stadträtin, Nicole Kreußel, die Veranstaltung für den ÖDP Regionalverband Fränkisches Thüringen organisiert hat. Sie ist designierte Stadtrats- und Kreistagskandidatin der ÖDP für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 in Bayern.
Stefan Schellenberg zeigte mit offiziellen Zahlen auf, dass Windkraftanlagen im Vergleich der Großanlagen zur Stromerzeugung in der Gesamtbetrachtung den höchsten Verbrauch an seltenen Erden aufweisen. In diesem Zusammenhang wies er auf die gegebene hohe wirtschaftliche Abhängigkeit von China und die Umweltzerstörung beim Abbau dieser Rohstoffe hin. Er stellte klar, dass der hohe Anstieg von CO2 in Luft und Atmosphäre seit den 1960er Jahren nicht bestreitbar ist. U.a. mit Daten der NASA zeigte er auf, wie jedoch der Rückgang der Luftverschmutzung seit den 1980er Jahren auf der Nordhalbkugel zum Anstieg der Temperaturen beiträgt. Hier ist auch ein Zusammenhang mit der Flächenversiegelung feststellbar.
Für den ländlichen Raum sieht der ehemalige Direktkandidat der ÖDP zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 196 einen sinnvollen und zudem kostengünstigen Ansatz im Konzept der Energiedörfer. Insbesondere mit der Nutzung von Biomasse, wie Holzabfällen und Grünschnitt, ist es für Dörfer unterschiedlicher Größe mit vergleichsweise geringen Investitionen möglich, bei der Energieversorgung sehr unabhängig zu werden. Die dafür geeigneten Dachflächen in Deutschland reichen alleine schon aus, um genug Strom zu erzeugen. Sollen dennoch landwirtschaftliche Flächen versiegelt werden, so ist dies seiner Ansicht nach nur dann vertretbar, wenn Betreiber und Besitzer vor Ort verortet sind und so die Wertschöpfung vor Ort bleibt und die Anlagen geständert oder in anderen alternativen Varianten als Agri-Fotovoltaik ausgeführt werden.